Tagespolitik von und mit Dr. Jürgen Rüttgers

Seine politische Karriere begann Jürgen Rüttgers bereits mit 19 Jahren als CDU-Mitglied. Seither gingen politische und berufliche Laufbahn ineinander über. Die Politik von Jürgen Rüttgers ist von großen Leistungen ebenso wie von Polarisierungen geprägt.

Als jüngster Beigeordneter wurde das CDU-Mitglied Rüttgers 1975 Mitglied im Stadtrat von Pulheim, wo er herstammt und auch heute lebt. 1980 wurde er Landesvorsitzender der Jungen Union Rheinland, seit 1981 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Rheinland, dann der CDU Nordrhein-Westfalens. 1985 wurde er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Erftkreis, während er in Pulheim als Erster Beigeordneter für Finanzen, Stadtentwicklung und Umweltschutz arbeitete. Über die Landesliste wurde er 1987 erstmals in den Bundestag gewählt und blieb dort bis 2000 Abgeordneter, während er mehrere Ämter ausübte, unter anderem als Bundesminister, aber auch als Vorsitzender der Enquête-Kommission "Technikfolgenabschätzung und -bewertung" und als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In Nordrhein-Westfalen wurde er 1993 stellvertretender Landesvorsitzender der CDU. Er setzte als Bundesminister unter anderem eine Bafög-Reform durch und strebte auch eine Reform des Hochschulrahmengesetzes an, konnte sie aber gegen den Widerstand der Länder nicht durchsetzen. Er brachte das Telekommunikationsgesetz auf den Weg, das den Anforderungen der neuen Medien gerecht wurde, und hatte sich hierbei kontroversen Diskussionen zu stellen. 1999 wurde er CDU-Landeschef in NRW und folgte damit Norbert Blüm nach, von 1998 - 2000 war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit 2000 ist er im Bundesvorsitz der CDU vertreten, von 2000 - 2010 war er einer der vier stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU. Im Jahr 2000 legte er sein Mandat als Bundestagsabgeordneter nieder und zog in den Düsseldorfer Landtag ein, wo er bis 2005 CDU-Fraktionsvorsitzender war. 2005 wurde er zum Ministerpräsidenten von NRW gewählt und hatte dieses Amt bis 2010 inne. In dieser Zeit hatte ich Gelegenheit Rüttgers zu begleiten, von diesen Fotos habe ich dann eine Fotobuch von www.fotoerinnerungen.de anfertigen lassen. Vorab habe ich mich genauestens über die Produkte von Fotoerinnerungen auf der Seite http://www.tipp-fotobuch.de/ informiert. Am 24.06.2010 kündigte er seinen Rückzug von seinen politischen Ämtern an, ist aber weiterhin Abgeordneter im Düsseldorfer Landtag.

Rüttgers gilt als "roter Schwarzer" mit großer Nähe zur Arbeitnehmerschaft, was innerhalb der industriellen Struktur Nordrhein-Westfalens ein politischer Vorteil ist. Nur so konnte er 2005 die SPD nach 39-jähriger Herrschaft über das bevölkerungsreichste Bundesland ablösen. Gleichzeitig löste er Kontroversen aus. Die bekannteste ist der angebliche Ausspruch "Kinder statt Inder", der aber (bis heute) verkürzt wiedergegeben wird. In Wahrheit hatte Rüttgers in einem Interview mit AP gesagt: »Statt Inder an die Computer müssen unsere Kinder an die Computer«. Daraus wurde die griffige zitierte Headline, die von den Republikanern übernommen wurde, was nicht in Rüttgers´ Intentionen gelegen haben kann.